Montag, 8. Dezember 2008

Park der Figuren

So, liebe Freunde guter Blogs, es wird einmal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Schließlich kam auch das neue Guns n' Roses-Album, das wohl mit ähnlicher Spannung erwartet wurde, vor kurzem in die Läden, da muss ich schon nachziehen.
Dazu gibt's auch einen guten Grund, schließlich war ich im Nachtigalenpark und hab mir die dort abgeladenen zu beschauenden Monumente und Skulpturen zu Gemüte geführt. Coole Sache! Auch wenn's nicht ganz so toll war wie der Garten vor der Tretjakow-Galerie für moderne Kunst in Moskau...
Und Parkplätze gab's dort auch keine! Aber bei derart wild gestalteten Fortbewegungsmitteln traut sich eh kein Bär, an ein im Wald geparktes Auto zu pinkeln...


Aber nachdem das Wetter eh so schön war, sind wir eh per pedes zu dem Park gelangt, obwohl ich ja mit obenstehendem Auto schon mal gerne gefahren wäre (das ist übrigens von mir, dieses Erlkönig-Foto, von mir!)!
Aber in Parks darf man sich ja in der Regel eh nur mit einer begrenzten Auswahl von Transportmitteln fortbewegen, und dann ist das ja auch viel gemütlicher, sich die ganzen künstlerischen Objekte im Park von nahem anzusehen.
Die Balzac-Statue von Rodin jedenfalls machte auch ohne erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft einen etwas renovierungsbedürftigen Eindruck - oder gehört das so? Ich glaube ja nicht.


Frau Balzac jedenfalls ist da viel mehr rausgeputzt:


Aber oh weh! Da will doch ein Schlawiner tatsächlich Willy Tell mit ihr nachspielen!


Da ist man doch lieber Waldschrat und sitzt in einer abgelegenen Ecke bei einem schönen Glas roten Weißwein oder Schokobier und sinniert über die Unbillen des Lebens in Form von kaum bekleideten Psychopathen mit Pfeil und Bogen!


Wobei der Bogenschütze ja noch zu den eher freundlichen Zeitgenossen aus Stein, Bronze und anderen hartgesottenen Materialen gehört! Kein Wunder, dass der Park um 17:00 Uhr schließt, bevor es richtig finster ist...


Dienstag, 28. Oktober 2008

Mama, wenn ich groß bin, werde ich EU-Parlamentarier

Auf zum neuen Fotoalbum! Hier geht's lang...

Heute war ein schöner Tag, denn: ich hatte kein Vorlesung, die äh viel nämlich aus *räusper*
Deshalb bin ich gleich morgens nach Brüsseln gefahren, um äh ja ich geb's zu: um shoppen zu gehen. Bei meinem letzten Besuch in Brüssel haben wir ja leider auch aufgrund widriger Wetterverhältnisse das ganze EU-Dschingdarassa nicht gesehen.
Als politisch interessierter Mensch konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen!
Man könnte eigentlich fast sagen, ich bin deshalb nach Brüssel gefahren, und war dann noch zusätzlich shoppen. Gut, machen wir es so, ok?
"Ay caramba" denkt der mit einem multilingual werkelnden Gehirn ausgerüstete Tourist, wenn er Die EU-Gebäude sieht: Mensch, so viel Glas! Und so viel Stahl! Und so viele bunte Fähnchen!

Carl fand's auch ganz toll dort! Mary war natürlich auch dabei, aber unfähig, auf einem Boller zu hocken. Schade!

Seit meinem Besuch beim EU-Parlament in Brüssel hab ich auch Verständnis dafür, dass viele Gesetzesinitiativen auf Europa-Ebene für Otto-Normalbürger einen etwas bürokratischen Charakter haben. Denn: die Freizeitmöglichkeiten sind hier arg eingeschränkt, da muss man ja auf blöde Gedanken kommen!

Schlittschuhlaufen darf man nämlich nicht, Sauerei!

Und der Bolzplatz wird in der großen Pause immer von den großen Jungs aus der 4. Klasse besetzt!


Da hat man ja nicht mehr viel zu tun, als den ganzen Tag der nächsten Lieferung von Ganzkörperscannern entgegenzufiebern...

Die Geschichte meiner Heimfahrt verschweige ich besser... Mr. Verplant ist nämlich in aller Eile zum Bahnhof gehetzt, und in letzter Minute in den Zug gesprungen - und hat sich noch gewundert, dass der Zug so viel Verspätung hatte und noch am Bahnhof stand.
Erst nach einer Stunde konzentrierten Lesens im Zug fiel unserem sympathischen Hauptakteur auf, dass er noch gar nicht in Antwerpen war. Durch Einsatz seiner umfassenden Französisch-Kenntnisse war es ihm möglich, Kontakt zu Eingeborenen aufzubauen. Diese klärten ihn darüber auf, dass er (wohl aufgrund einer freimaurerischen Verschwörung) im falschen Zug saß und sich statt in Richtung Norden rasant in den Süden des Landes bewegte.

Nachdem er in einem lokalen Bahnhof die Richtung gewechselt hatte (im berühmten Ort Mons), war alles wieder im Lot. Bis die Kontrolleurin kam und den zwischenzeitlich "korrigierten" Fahrschein sehen wollte... Nur mangelhafte Englisch-Kenntnisse und aufrichtige Entrüstung, dass man in Belgien keine Fahrkarten manipulieren darf, retteten unseren Lieblings-Protagonisten vor den 200 Euro Strafe für Schwarzfahren, so dass er erschöpft, aber glücklich mit drei Stunden selbstverschuldeter Verspätung im schönen Bahnhof in Antwerpen einfuhr.